Wissen schafft Heilung

   Nuklearmedizin

    Klinikum rechts der Isar
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Alpharadin-Therapie (Xofigo®, Radium 223)

Indikation

Das Alphatherapeutikum wird gezielt zur Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt, bei dem sich Metastasen innerhalb des Knochen gebildet haben, die Beschwerden verursachen, und nicht mehr auf medikamentöse oder chirurgische Behandlungen ansprechen.

 Wirkungsweise der Alpharadin-Therapie

Seit Ende 2013 ist Xofigo® (Alpharadin) als Radium 223-Therapeutikum in Europa zugelassen. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Urologie bieten wir diese neuartige Therapiemaßnahme an. Hierbei handelt es sich um ein neuartiges Medikament gegen therapieresistente ossäre Prostatakarzinommetastasen. Alpharadin ist ein sogenanntes „Alpha-Therapeutikum“, das radioaktive Alphastrahlung abgibt und gezielt Krebszellen im Knochen bekämpfen kann. Aufgrund seiner kalziumähnlichen Eigenschaften wird es von aktiven Knochenmetastasen aufgenommen. Dort werden die Alpha-Partikel freigesetzt. Durch die ultrakurze Reichweite von 0,1 Millimeter entfalten die Alphastrahlen ihre Wirkung in den Metastasen, das unmittelbar umgebende Gewebe wird geschont.

 Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Die Behandlung findet ambulant statt. Alle vier Wochen erhalten Sie eine Injektion.

Sie brauchen für die Verabreichung von Xofigo® nicht nüchtern zu sein. Die Substanz wird in eine Armvene injiziert. Die radioaktive Substanz wird von den Knochenmetastasen aufgenommen. Die restliche Aktivität wird mehrheitlich über den Darm ausgeschieden.

Nach einer kurzen Beobachtungsphase können Sie wieder nach Hause.

Wann ist eine Alpharadin-Therapie sinnvoll?

Die Indikation für eine Alpharadin-Behandlung stellt der behandelnde Urologe. Das typische Einsatzgebiet ist ein ossär metastasiertes Prostata-Karzinom, das auf eine antihormonelle Therapie nicht mehr anspricht. Folgende Voraussetzungen sollten erfüllt sein:

  • Nachweis von speichernden Knochenmetastasen in einer aktuellen Skelettszintigraphie.
  • Das Blutbild sollte weitgehend normal sein.
  • Es sollten keine frakturgefährdenden Metastasen vorliegen.
  • Bei gleichzeitigem Vorliegen von entzündlichen Darmerkrankungen besteht eine relative Kontraindikation.
  • Knochenfrakturen müssen orthopädisch stabilisiert werden.

Zeitintervall Alpharadin-Therapie

Die Therapie kann im Abstand von 4 Wochen bis zu sechs Mal wiederholt werden.

Das weitere Vorgehen nach den 6 Zyklen ist individuell abzuwägen.

Welche Nebenwirkungen sind prinzipiell möglich?

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Schwellungen an Beinen, Knöcheln oder Füßen
  • Veränderungen des Blutbildes

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