Wissen schafft Heilung

   Nuklearmedizin

    Klinikum rechts der Isar
    Ismaninger Straße 22
    81675 München

 

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177Lu - PSMA bei metastasiertem Prostatakarzinom

Die Therapie mit 177Lu-PSMA ist ein Therapieverfahren für Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom, welches als individueller Heilversuch in bestimmten Situationen durchgeführt werden kann.  Dazu zählen Situationen, in denen trotz Behandlung mit zugelassenen Medikamenten (z.B. Hormontherapie, Chemotherapie, Alpharadin) die Erkrankung fortschreitet.

 

Wie funktioniert die 177Lu-PSMA-Therapie?

Prostatakarzinomzellen tragen auf ihrer Zellwand spezielle Eiweiße, die als „Prostata Spezifisches Membran-Antigen "PSMA" bekannt sind. Für diese Therapie wird eine Substanz, die an PSMA bindet mit dem radioaktiven Partikel 177Lutetium beladen. Dadurch entsteht das radioaktive Medikament 177Lu-PSMA. 177Lutetium ist eine radioaktive Substanz, bei dessen Zerfall eine Beta-Strahlung ausgeht. Die energiereiche Beta-Strahlung trifft auf die Tumorzellen, die dadurch gezielt zerstört werden. Damit die Therapie sinnvoll eingestezt werden kann, muss zuvor nachgewiesen werden, dass die Tumorzellen PSMA auf ihrer Oberfläche tragen. Nur dann ist Ihr Tumor fähig, das 177Lutetium-PSMA zu binden. Nicht gebundenes 177Lutetium-PSMA wird über die Nieren schnell wieder ausgeschieden. Aufgrund der kurzen Reichweite von 177Lutetium kommt es zu einer geringen Belastung des Knochenmarks und der inneren Organe.

 

Wie läuft die Therapie ab?

Vor der Therapie erfolgt eine Funktionsprüfung der Nieren, um bereits bestehende Nierenschädigungen zu erkennen. 177Lu-PSMA wird über eine Armvene injiziert. Aufgrund von Vorschriften zum Strahlenschutz muss der Patienten 2-3 Nächte in der nuklearmedizinischen Therapiestation bleiben. Die Therapien erfolgen im Abstand von 6 Wochen. Nach jeweils zwei Therapien wird eine erneute PET-Untersuchung durchgeführt, um den Erfolg der Behandlung beurteilen zu können.

Ausführliche Informationen zur 177Lu-PSMA-Therapie finden sich hier 

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