Wissen schafft Heilung

   Nuklearmedizin

    Klinikum rechts der Isar
    Ismaninger Straße 22
    81675 München

 

   Sprechzeiten und Kontakt:

    Montag bis Donnerstag:
    08:00 - 16:30 Uhr

    Freitag:
    08:00 - 15:00 Uhr

 

    Anmeldung Schilddrüse:
    +49 (89) 4140 2990

    Anmeldung Szintigraphie:
    +49 (89) 4140 2991

    Anmeldung PET:
    +49 (89) 4140 2945

    Anmeldung Therapiestation:
    +49 (89) 4140 6330

   

PET/CT Diagnostik

Haupteinsatzgebiete der PET/CT sind die molekulare Bildgebung bei onkologischen, neurologischen und  kardiologischen  Fragestellungen.  Neben  Routineanwendungen  erfolgen  zahlreiche Untersuchungen  im  Rahmen  von  klinischen  Forschungsprojekten.  Unsere  Klinik  verfügt  über  ein eigenes  Hochleistungs-Zyklotron  mit  GMP-Einheit  zur  Produktion  von  hochreinen  Radiopharmaka sowie einen PET/CT-Tomographen der neuesten Gerätegeneration (Siemens biograph mCT128).  Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zählt zu den empfindlichsten bildgebenden Verfahren, die  Tumoren  mit  hoher  Genauigkeit  im  gesamten  Organismus  lokalisieren  können.  Durch  die ergänzende  Aufnahme  einer  Computertomographie  lassen  sich  diese  Befunde  ortsidentisch, anatomisch  exakt  zuordnen.  Die  kombinierte  PET/CT-Diagnostik  zählt  gegenwertig  zu  den fortschrittlichsten Diagnostikverfahren, die derzeit in der Onkologie verfügbar sind. In Abhängigkeit vom Tumor werden unterschiedliche Radiopharmaka eingesetzt. Die derzeit am häufigsten durchgeführte Untersuchung ist die PET mit dem Glukoseanalogon 18-F-Fluordesoxyglukose.  Mit  dieser  Substanz  lassen  sich  die  meisten  bösartigen  Tumoren  mit  hoher Empfindlichkeit und Genauigkeit im gesamten Körper erkennen. Bestimmte Tumoren sind biologisch wenig aggressiv und nehmen entsprechend wenig FDG auf. Für das differenzierte Prostatakarzinom wird  stattdessen  die  Substanz  C-11-Cholin  oder  neuerdings  Ga-68-PSMA   (Prostataspezifisches Membran-Antigen) eingesetzt.
 
Für die biologische Bildgebung von Hirntumoren kommen radioaktiv markierte Aminosäuren, wie C-11-Metionin und 18-F-Fluorethyltyrosin zum Einsatz. PET-Untersuchungen  des  Gehirns  werden  vor  allem  aber  zur  Diagnostik  von  Demenz-  und Epilepsieerkrankungen durchgeführt. Dazu wird Ihnen in 18-F-FDG (Flourdeoxyglucose) in eine Vene injiziert,  nach  30min  Wartezeit  erfolgen  die  Aufnahmen  am  PET-Scanner,  bei  denen  die Zuckerstoffwechselaktiven  Areale  dargestellt  werden.  Falls  bei  Ihrer  Indikation  nötig,  kann  die Untersuchung  mit  einer  11C-  oder18F-PIB-  PET  ergänzt  werden,  bei  der  Plaque-Ablagerungen  im Gehirn sichtbar gemacht werden können.
 
Eine  besonders  spezifische  Bildgebung  von  neuroendokrinen  Tumoren  ist  mit  dem Somatostatinrezeptor-Liganden  68-Ga-DOTANOC  möglich.  Neuroendokrine  Tumoren  weisen  meist eine  deutlich  gesteigerte  Expression  dieser  Oberflächenproteine  auf,  das  Radiopharmakon  bindet spezifisch an diese Proteine und können daher mittels PET/CT sehr genau nachgewiesen werden.
 
Kardiologische PET-Untersuchung
 
Herzmuskelareale mit verminderter Durchblutung aber erhaltenem Energiestoffwechsel werden als „hibernierendes“  Myokard  bezeichnet.  Mit  der  Positronen-Emissions-Tomographie  kann  dieses Herzmuskelgewebe  mithilfe  von  18-F-Flourdeoxyglucose  nachgewiesen  werden.  Untersuchungen unter  kontrollierten  Stoffwechselbedingungen  ermöglichen  es,  zu  erkennen,  ob  eine  Therapie  zur Wiederherstellung der Herzmuskelfunktion in diesem Areal sinnvoll ist.
 
Unsere  Klinik  für  Nuklearmedizin  bietet  das  gesamte  diagnostische  Spektrum  der  Positronen-Emissions-Tomographie  und  der  molekularen  Bildgebung  an.  Das  häufigste  Einsatzgebiet  ist  die Ausbreitungsdiagnostik  bei  der  Erstdiagnose  eines  malignen  Tumors,  insbesondere  bei  einem Lungenkarzinom, Brustkrebs sowie bösartigen Tumoren der Haut, des Dünn- und Dickdarmes sowie von hämatologischen Erkrankungen (beispielsweise Lymphome).  
 
Allgemeine Patientenvorbereitung 

  • Nüchtern seit mindestens 6 h
  • Am Tag vor der Untersuchung bitte keinen Sport treiben

Was muss der Patient mitbringen? 

  • Krankenhaus-Einweisungsschein (Sie  müssen  aber  nicht  über  Nacht  bleiben,  sondern  können  nach  der  Untersuchung  nach  Hause gehen)
  • Krankenkassenkarte
  • Falls eine diagnostische CT-Untersuchung durchgeführt werden soll, aktuelle Laborwerte (nicht älter als 3 Wochen): TSH und Kreatinin
  • vorhandene Vorbefunde und Voraufnahmen

Dauer der Untersuchung 

Etwa 3 – 4 Stunden je nach verwendetem Radiotracer und inkl. Vorbereitungszeit

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