Wissen schafft Heilung

   Nuklearmedizin

    Klinikum rechts der Isar
    Ismaninger Straße 22
    81675 München

 

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Radiosynoviorthese (=RSO)

Was ist eine Radiosynoviorthese?

Eine Radiosynoviorthese bedeutet die Behandlung der Gelenkschleimhaut (Synovialis) mit Hilfe eines radioaktiven Isotopes, welches in den Gelenksspalt injiziert wird. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer „Verschorfung“ der Schleimhautoberfläche mit Abnahme der Schleimhautschwellung. Ziel der Therapie ist eine Verminderung der Ergussbildung, eine Verbesserung der Gelenkfunktion sowie Schmerzlinderung bzw. -freiheit.

 

Wann sollte eine Radiosynoviorthese durchgeführt werden?

Hauptindikation sind rheumatische Gelenkhautentzündungen, die auf Medikamente nicht oder nicht mehr genügend ansprechen. Auch andere Entzündungsformen, wie z. B. die aktivierte Arthrose können auf diese Weise behandelt werden. Eine weitere Indikation ist die Synovitis villosa pigmentosa, bei der die Gelenkhautwucherungen gestoppt werden.

 

Durchführung

Zunächst wird unter sterilen Bedingungen mit einer dünnen Nadel eine Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) der Haut durchgeführt und anschließend eine Punktion des Gelenkes vorgenommen. Falls ein Erguss vorliegt, wird dieser zum größten Teil abpunktiert. Nun wird das Isotop sowie Cortison (zur Reduktion der Entzündungsreaktion) in den Gelenksspalt injiziert. Die Nadel wird nach Nachspülen mit Kochsalzlösung herausgezogen und die Punktionsstelle noch etwas abgedrückt. Das Gelenk wird 3- bis 4-mal durchgebeugt.

 

Therapieerfolg

Der Eintritt des therapeutischen Effektes ist nach bereits wenigen Tagen möglich, kann aber auch erst nach Wochen oder Monaten eintreten. Der endgültige Therapieerfolg lässt sich erst nach 6 Monaten beurteilen. Sollte dann noch keine zufriedenstellende Wirkung eingetreten sein, könnte die Radiosynoviorthese wiederholt werden.

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